Wundumgebungshaut und
Wundränder
Für medizinisches Fachpersonal ist es wichtig, die Art der Wunde zu beurteilen – denn daraus ergibt sich die geeignete Behandlung und das Wundmanagement.
Wunden lassen sich grob in zwei Typen einteilen: akut und chronisch1. Dabei sollte nicht nur die Wunde selbst berücksichtigt werden, sondern auch die Wundumgebungshaut und die Wundränder2-4. Auch Hautveränderungen wie Hyperkeratose müssen fachgerecht behandelt werden5.
Arten von Wunden
Was ist der Unterschied zwischen einer akuten und einer chronischen Wunde?
Im Allgemeinen wird eine Wunde definiert als der Verlust der Barriere zwischen Körper und Umwelt durch Gewebeschädigung an äußeren oder inneren Körperoberflächen1.
C H R O N I S C H E W U N D E N
Wenn eine Wunde nach 8 Wochen nicht verheilt ist, spricht man von einer chronischen Wunde. Manche Wunden gelten bereits von Beginn an als chronisch, da hier die zugrunde liegende Ursache behandelt werden muss, z. B. bei diabetischen Fußulzera, Wunden bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK), Ulcus cruris venosum oder Dekubitus¹.
A K U T E W U N D E N
Alle Wunden, die nicht chronisch sind, gelten als akut¹.
Wundumgebungshaut und Wundrand
Wundumgebung
Die Wundumgebungshaut wird als das Hautareal definiert, das bis zu 4 cm über den Wundrand hinaus reicht3.
Schäden an der Wundumgebungshaut sind ein Risikofaktor für eine verzögerte Wundheilung und können das Risiko einer Wundinfektion erhöhen4.
Wundrand
Auch wenn sich daraus keine unmittelbare Diagnose ergibt, kann die Untersuchung der Wundränder in Verbindung mit der Anamnese der Wunde Hinweise auf ihre Ursache geben.
Je nach Ulkusart unterscheiden sich die Wundränder: Bei einem venösen Ulkus sind sie abgeschrägt, bei einem arteriellen Ulkus erscheinen sie wie ausgestanzt2.
Hauterkrankung – Hyperkeratose
HYPERKERATOSE
ERKENNEN
Rot und trocken mit braunen oder grauen schuppigen Stellen, die lokal begrenzt sind oder die gesamte Oberfläche der Extremität betreffen können. Es können sich vertiefte Plaques und schuppige Haut bilden5.
AUSWIRKUNGEN AUF
PATIENTEN
Patienten empfinden das Aussehen ihrer Haut möglicherweise als belastend. Ein unangenehmer Geruch kann auf bakterielle Kolonisation hinweisen5.
BEHANDLUNG
Ist eine Hyperkeratose vorhanden, ist es wichtig, die Haut so sauber und bakterienfrei wie möglich zu halten. Daher ist das Debridement ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung5.


vorher – nachher
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Literaturangaben
- Dissemond, J. and Kröger, K. (2021) Chronic Wounds: Diagnostics – Therapy – Health Care: Urban & Fischer.
- Grey, J.E., Enoch, S. and Harding, K.G. (2006) ‘Wound assessment’, BMJ (Clinical Research Ed.), 332(7536), pp. 285–288. doi: 10.1136/bmj.332.7536.285
- Thayer, D.M., Rozenboom, B. and Baranoski, S. (2015) ‘“Top-down” skin injuries: Prevention and management of moisture-associated skin damage, medical adhesive-related skin injury (MARSI) and skin tears’, in Doughty, D.B. and McNichol, L.L. (eds.) Wound Management. (Wound, Ostomy and Continence Nurses Society® Core Curriculum). Philadelphia, PA: Wolters Kluwer Health, p. 283.
- LeBlanc, K. et al. (2021) ‘Best practice recommendations for prevention and management of periwound skin complications’, Wounds International
- ‘Management of hyperkeratosis of the lower limb: Consensus recommendations’ (2015), Wounds UK, 11(4).